Geschichte von Oberwald-Dürrenroth
Kurz nach der Jahrhundertwende 1900 wurde die Baulinie Huttwil- Ramsei gebaut. Diese Bahnstrecke wurde 1908 eröffnet. Vor allem die Gaststätten entlang der neuen Bahn erhofften sich mit der besseren Verkehrserschliessung schon damals eine Belebung ihrer Geschäfte durch den Nahverkehr und erhofften sich Gäste aus weiterer Umgebung. Der Wirt des Gasthofs Kreuz im Dorf Dürrenroth reichte ein Baugesuch ein, für den Aus- und Umbau des Dachstockes in einen Tanz- und Theatersaal, in seinem grossen Gebäude ein. Der Bärenwirt, gleich nebenan, zog mit dem Neubau eines grossen Saalanbaues auf der Nordseite seines Gasthauses nach. Die Wirtschaft „ zum Mühlirad „ neben der Mühle Dürrenroth nannte sein Haus nun im Hinblick auf die Nähe zu der im Bau begriffener Bahnstation zeitgemäss „ Restaurant Bahnhof „.
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Der Besitzer Johann Friedrich Steffen- Meister ( 1869 – 1934 ) der Wirtschaft im Oberwald hatte eine andere Idee. Er hatte vielleicht schon früher Schulkinder während deren Ferien in seiner Gaststätte einquartiert gehabt, vielleicht aber wurde die Idee von Aussen an ihnen herangetragen.
Jedenfalls schloss er ein Abkommen mit dem „ Ferienversorgungsverein Langenthal „ ( Zusammenschluss von Gönnern, die erholungsbedürftigen Kindern Ferien ermöglichen wollten) wonach dieser das von ihm im Bau genommene Ferienheim mietete und sich mit einem Darlehn von Fr. 8.000,-.- an der Finanzierung des 1908 erstellten Neubaues beteiligte.
Dieses Darlehens- und Mietverhältnis blieb 9 Jahre bestehen. Der Ferienversorgungsverein Langenthal war selber an dem Ferienheim so interessiert, dass er dieses dann per 1.6.1917 käuflich für Fr. 20.000,– erwarb.
Im Kaufpreis inbegriffen war nebst dem Grund und Boden und dem Haus auch eine Liste von Inventar, das im Kaufvertrag einzeln festgelegt wurde.
„ 20 Wolldecken, 40 Leintücher, 34 Kissenanzüge, 3 lange Tische, 6 lange Stühle, 1 Küchenschrank, 1 Küchentisch, 4 Tabourets, 1 Tisch mit 2 Stühlen im Zimmer der Kolonie- Leitung, 2 Tische und 2 Stühle im 1. Stock und die elektrischen Beleuchtungskörper. Die übrigen bis jetzt benutzten Wolldecken, Leintücher und Anzüge werden vom Verkäufer 5 Jahre lang der Käuferschaft leihweise zur Benutzung „ überlassen und zwar gratis.“
Der Kaufvertrag regelte auch die Beteiligung des Ferienheims das Wasserbezuges ab der Brunnenleitung der Wirtschaft und verpflichtete die Käufer auch zur „ Respektierung des Pachtvertrages zwischen dem Wirt und dem Kreisforstamt Emmental betreffend der Spiel- und Schattenplätze im Oberwald.“
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1931 nahm man den ersten Umbau in Arbeit und 1976 plante man den Umbau der Waschanlage, die man auch im gleichen Jahr noch durchführte.
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Ende der 80er Jahre, wurde aus dem Ferienversorgungsverein Langenthal, die Stiftung „ Ferienheim Oberwald“ gegründet.
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In den Jahren von 1987 - 1991, wurde das Haus komplett umgebaut. Mit neuem Inventar in den Schlafräumen und Küche.
